Kanal
Besonders bei Großstädten, die nah am Meer liegen, dient der Kanal der Entwässerung sowie auch als Transportweg. Meist sind die Kanäle durch eine senkrechte Einfassung abgegrenzt, die direkt an die Häuser in der Umgebung heran reicht.
Ein typisches Beispiel für eine Stadt, in der Kanäle vorkommen ist Venedig. Auch einige Städte in den Niederlanden, Belgien und England können mit einem hohen Kanalvorkommen aufwarten. Birmingham zählt sogar als Knotenpunkt des mittelenglischen Narrowboat-Kanalsystems (Midlands). Man findet innerhalb der Stadt Kanäle mit einer Gesamtlänge von über 60 Kilometern. Häufig behauptet man, dass Birmingham mehr Kanäle als Venedig besitzt. Dies könnte vor allem daran liegen, dass die Fläche der Stadt um einiges größer ist.
Ein Kanal benutzt man heute häufig für den Transport von Gütern. Er kann allerdings auch zur Bewässerung dienen oder in Kombination benutzt werden. Viele Kanäle werden daher sowohl als Transportweg als auch zur Wasserkraftgewinnung genutzt.
Schon die Assyrer und Syrer trieben Stollen und Kanäle zur Wasserversorgung durch Felsen und Berge. Im 7. Jahrhundert v. Chr. Ließ Sanherib, König der Assyrer, einen Kanal mit mindestens 55 km Länge errichten. Er wollte die Versorgung seines Volkes durch diesen Trinkwasserkanal sicherstellen.
In Ägypten baute man einen Schifffahrtskanal zwischen dem Nil und dem Roten Meer.
Der längste und größte Kanal des Nahen Osten war der Nahrawan-Kanal, der entlang des Tigris verlief. Er stammte aus dem 3. Jahrhundert und war ganze 400 km lang und 122 m breit.